Gerade Dampfbügeleisen und Dampfbügelstationen können bei mangelhafter Wartung schnell Leistung einbüßen. Lesen Sie hier wie man das verhindern kann.

Direkt nach dem Kauf kann ein neues, hochwertiges Dampfbügeleisen noch richtig Freude machen. Der Dampf kann ungehindert und mit voller Kraft aus den Düsen strömen, die Sohle glänzt und gleitet tadellos über die Stoffe und man muss natürlich auch keinerlei Flecken auf den Kleidungsstücken befürchten. Aber wenn man die Wartung und Reinigung des Bügeleisens nur etwas schleifen lässt, kann es auch recht schnell vorbei sein mit der Herrlichkeit. Wenn nach einem kleinen Missgeschick etwa verbranntes Plastik an der Bügelsohle klebt oder die Wasserleitungen im Geräteinneren mit Kalk verstopft sind, fällt auch die Bügelleistung deutlich schwächer aus. Unbehandelt führen solche Mängel mit der Zeit zum Totalausfall und dann steht der Kauf eines neuen Gerätes an. Aber soweit muss es nicht kommen, denn nahezu alle Probleme lassen sich relativ einfach beheben, wenn man sie denn rechtzeitig angeht. Wir haben hier daher die häufigsten Verschmutzungen und die besten Möglichkeiten diese zu reinigen gesammelt. Die meisten Tipps lassen sich auf Dampfbügeleisen, herkömmliche Bügeleisen und auch auf Dampfbügelstationen anwenden.

  • Verbrannte Stellen auf der Bügelsohle
    Im Laufe der Zeit können auf der Bügelsohle manchmal schwarze Stellen entstehen, die häufig die Folge von zu heißem Bügeln von delikaten Stoffen sind. Handelt es sich um eine Aluminiumsohle, kann man sie einfach mit einem Mikrofasertuch und etwas Zitronensaft abwischen. Bei anderen Materialien können auch härtere Mittel eingesetzt und die Sohle zum Beispiel mit Backofenspray gereinigt werden. Schaffen diese Mittel keine Abhilfe, kann man sein Glück auch noch mit etwas Nagellackentferner probieren.
  • Rostige Sohle
    Gerade ältere Dampfbügeleisen neigen häufig zur Rostbildung und dann leidet die Bügelqualität auch ganz erheblich. Das Bügeleisen gleitet dann nicht nur deutlich schlechter, es können auch unschöne, braune Flecken auf der Kleidung entstehen. Leicht entfernen lassen sich zumindest kleinere Rostflecken aber mit einem Mittel, dessen Zutaten man in jedem Haushalt findet. Man vermischt einfach etwas Butter mit Salz, bis eine homogene Masse entsteht. Die streicht man dann auf die rostigen Stellen und wischt sie nach einigen Minuten mit einem Küchenkrepp wieder ab. Das Salz entfernt den Rost, während die Butter tiefe Kratzer in der Sohle verhindert.
  • Eingebrannte Stoffreste
    Haben sich Textilreste nach einem Missgeschick an der Sohle eingebrannt, kann diese mit 3 verschiedenen Methoden wieder gereinigt werden. Am einfachsten ist es wohl die kalte Bügelsohle mit einem Radiergummi zu bearbeiten. Das reicht meist schon aus, um sämtliche Fasern zu lösen. Alternativ kann die heiße Sohle mit einer in ein Tuch eingewickelten Wachskerze abgerieben werden. Hat man einen Ceran Kochfeldschaber zur Hand, kann man auch ganz einfach damit sein Glück versuchen. Hier sollte man aber sicherstellen, den Schaber möglichst gleichmäßig und vorsichtig einzusetzen, da sonst leicht Kratzer entstehen können.
  • Verstopfte Dampfdüsen
    Verkalkungen in und rund um die Düsen in der Bügelsohle eines Dampfbügeleisens lassen sich am besten mit einer Mischung aus Wasser und Essig reinigen. Dabei empfiehlt sich ein Mischverhältnis von etwa 1:2 oder 1:3 (Essig zu Wasser). Mit einem Wattestäbchen kann man die Mischung dann sehr gut in die Düsen einbringen und dabei gleichzeitig den umgebenden Bereich sauber wischen. Einige Geräte erlauben außerdem einen Betrieb mit Essigwasser, so dass die Reinigungslösung auch von innen durch die Düsen strömen kann. Hier sollte man vorher aber in jedem Fall einen Blick in die Betriebsanleitung werfen.
  • Wassertank und -leitungen entkalken
    Die meisten modernen Dampfbügeleisen und -stationen verfügen über sehr gute Antikalk-Systeme, die einem den größten Teil der Arbeit tatsächlich abnehmen. Die Geräte weisen oft darauf hin, wenn eine Reinigung nötig wird und die ist dann auch recht schnell erledigt. Oft muss nur eine Schraube gelöst und dann der Tank mit Wasser gründlich ausgespült werden. Andere System funktionieren sogar auf Knopfdruck vollautomatisch. Der Schlüssel zum Erfolg ist hier lediglich die möglichst regelmäßige Durchführung der Entkalkung.

Mit diesen Tipps lassen sich manche in Mitleidenschaft gezogene Bügeleisen wieder auf Vordermann bringen und problemlos weiter nutzen. Noch besser als die Reinigung nach einem Malheur ist aber die Vorbeugung. Lassen Sie ein heißes Bügeleisen am besten nie unbeaufsichtigt und stellen Sie immer sicher, dass sie mit einer passenden Temperatureinstellung arbeiten. Wenn Sie das Gerät dann noch regelmäßig reinigen und pflegen, steht einer langen Lebensdauer und der Freude beim Bügeln eigentlich nichts im Weg.

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