Ein Bügeleisen kann Stoffe von Falten befreien, aber das ist noch lange nicht alles. Vom Heimwerker bis zum Hobbykoch, in unserer Liste ist für jeden etwas dabei.

Es gibt ein paar Werkzeuge und Geräte, die findet man eigentlich in jedem Haushalt. Einen Schraubenzieher, eine Bohrmaschine, eine Kaffeemaschine oder halt auch ein Bügeleisen haben die meisten dann doch irgendwo rumliegen (auch wenn manches davon vielleicht kaum genutzt wird). Selbst wenn man kaum Bügelwäsche besitzt und nur das eine weiße Hemd bügelt, wenn mal wieder eine Hochzeit ansteht, kann sich ein Bügeleisen in der ein oder anderen Situation trotzdem als nützlich erweisen. Wir haben recherchiert und stellen hier die besten Einsatzmöglichkeiten für ein Bügeleisen abseits des Bügelbretts vor.

  1. Schrammen aus Holzmöbeln entfernen
    Weiches Holz neigt leicht zu kleinen Druckstellen und unschönen Schrammen. So kann ein eigentlich noch neuwertiges Möbelstück schnell alt und schmutzig wirken. Mit einem Dampfbügeleisen und etwas Küchenpapier können solche Stellen aber ganz gut entfernt, zumindest aber verringert werden. Dazu legt man einfach das angefeuchtete Papier auf die entsprechende Stelle und bügelt dann mit reichlich Dampf darüber. Die Holzfasern weiten sich so etwas und etwaige Lücken werden geschlossen. Das kann außer bei Möbeln auch bei Holzfußböden funktionieren.
  2. Wachs und Kaugummi aus Stoffen entfernen
    Kerzen tropfen gerne mal und hinterlassen dann hässliche Wachsflecken. Während diese auf harten Oberflächen wie einem Glastisch relativ problemlos abgekratzt werden können, ist die Sache bei Handtüchern, Kleidung oder Teppichen etwas komplizierter. Abhilfe kann hier tatsächlich ein Bügeleisen und ein Stück einer Papiertüte schaffen. Eine Lage des recht dicken Papiers wird dazu auf den trockenen Wachsfleck gelegt und anschließend mit dem Bügeleisen von oben erhitzt. Sobald das flüssige Wachs auf der Oberseite durchscheint, zieht man das Papier einfach immer weiter über den Fleck, während das Bügeleisen die Stelle stetig erwärmt. Ist schließlich kein Wachs mehr an der Oberseite des Papiers erkennbar, sollte der größte Teil auch aus dem Stoff gezogen sein. Mögliche Verfärbungen im Stoff können dann einfach mit einem herkömmlichen Fleckenmittel beseitigt werden.
  3. Sandwich toasten
    Auch wenn es im ersten Moment vielleicht nicht besonders appetitlich erscheinen mag, ein Bügeleisen liefert durchaus genug Hitze um als Grill bzw. Sandwichmaker zu dienen. Wichtig ist dabei vor allem, dass man einen direkten Kontakt zwischen Zutaten und Bügelsohle verhindert, denn das würde vermutlich beides ruinieren – die Mahlzeit und das Bügeleisen. Dazu wickelt man das fertig belegte Sandwich (Toast, Butter, Käse, Schinken, etc.) am besten doppelt in Alufolie oder Backpapier ein. Wenn ein absolut dichtes Päckchen gelungen ist, kann das heiße Bügeleisen ganz einfach darauf für einige Minuten abgestellt werden. Einmal wenden und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, denn das Brot kriegt hier tatsächlich eine schöne Farbe. Das funktioniert natürlich nicht nur mit Toast, man kann eigentlich alles was möglichst flach und sauber abgepackt ist mit einem Bügeleisen „grillen“.
  4. Plastikbeutel verschweißen
    Wenn man etwas luftdicht und sicher in einem Plastikbeutel aufbewahren möchte, geht das am besten mit sogenannten Zip-Locks. Die verfügen über einen extra Schließmechanismus, der mehr oder weniger zuverlässig funktioniert. Mindestens genauso sicher halten aber verschweißte Plastikbeutel dicht und das eben auch, wenn man gerade mal keinen Zip-Lock zur Hand hat. Um einen ganz normalen Plastikbeutel mit einem Bügeleisen dauerhaft zu verschließen, faltet man einfach ein Stück Alufolie um die Öffnung und legt das Ganze dann flach auf eine glatte und robuste Arbeitsfläche. Dann bügelt man über die Alufolie und sollte dabei einen direkten Kontakt zum Plastik natürlich unter allen Umständen vermeiden. Die Hitze unter der Folie lässt das Plastik schmelzen und verschließt den Beutel so dauerhaft.
  5. Alte Tapeten von der Wand lösen
    Wenn vor einer Renovierung die alten Tapeten zunächst entfernt werden müssen, sinkt die Motivation häufig schon rapide und das bevor die eigentlichen Arbeiten überhaupt begonnen haben. Das liegt daran, dass sich Tapeten leider nur in den seltensten Fällen auch wieder in einem Stück von der Wand lösen lassen und stattdessen jede Menge Papierschnipsel und Leimreste mühsam abgekratzt werden müssen. Hier kann ein Dampfbügeleisen helfen, solange es denn über eine Vertikaldampffunktion verfügt, denn die meisten Wände sind halt nun mal vertikal ausgerichtet. Der heiße Dampf löst nicht nur den Kleber, die Feuchtigkeit zersetzt außerdem auch die Papierfasern. Natürlich kostet auch das Eindampfen reichlich Zeit, das anschließende Entfernen der Tapeten geht dann aber auch deutlich leichter von der Hand.

Ein Bügeleisen ist kein Schweizer Taschenmesser, aber in der ein oder anderen Situation kann man es doch auch abseits des Bügelbretts gut gebrauchen. Im Internet findet man sogar Menschen, die sich ihre Rühreier mit dem Bügeleisen zubereiten, aber das klingt dann doch schon nach einer Verzweiflungstat. Im Gegensatz dazu sind unsere 5 Beispiele durchaus praktikabel.

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